Wie schnorchelt man (richtig)?

Richtig zu schnorcheln ist gar nicht so schwer, wie man im ersten Moment denken mag. Prinzipiell kann es jeder in einer sehr kurzen Zeit lernen. Alles was du hierzu wissen musst, erkläre ich dir im folgenden Artikel. Dabei gebe ich dir Tipps für die richtige Vorbereitung, zeige dir die benötigte Ausstattung und erkläre das richtige Vorgehen beim Schnorcheln Schritt für Schritt.

 

Die richtige Ausstattung zum Schnorcheln

Bevor du mit dem Schnorcheln beginnen kannst, musst du sicherstellen, dass du die benötigte Ausrüstung besitzt. Diese besteht aus dem sogenannten ABC-Set. Das setzt sich aus aus einer Maske, einem Schnorchel sowie Flossen zusammen.

Ich persönlich bevorzuge als Maske statt einer klassischen Taucherbrille eine Vollgesichtsmaske. Eine solche Schnorchelmaske verfügt über ein besseres Sichtfeld und beschlägt weniger schnell.

Mehr dazu kanst du hier nachlesen: Schnorchelmaske oder Taucherbrille – Was ist besser?

Von den Schnorchelmasken kann ich unter anderem die Khroom Seaview X* empfehlen. Die konnte mich in meinem Praxistest sehr überzeugen:

 

Die Flossen dienen beim Schnorcheln für die Fortbewegung. Hierbei wird der Schub in erster Linie mit den Beinen erzeugt und nur selten die Arme zur Hilfe genommen. Achte darauf, dass du die Schwimmflossen erst dann anziehst, wenn du im Wasser bist. Das Laufen in den Flossen gestaltet sich schwierig und stellt eine Sturzgefahr dar. Falls du doch einmal in den Schwimmflossen laufen musst, tritt mit der Ferse auf und halte die Vorderseite oben.

Flossen dienen beim Schnorcheln der Fortbewegung. (© fcja99 – pixabay)

 

Kleidung schützt vor UV-Strahlen

Wasser wirkt wie eine Lupe und verstärkt die Einstrahlung der Sonne. Einer entsprechend starken UV-Belastung würde die Haut beim Schnorcheln ausgesetzt werden. Deshalb tragen die meisten Schnorchler mit einem T-Shirt im Wasser.

Noch besser ist ein spezieller Neoprenanzug. Dieser schützt nicht nur gegen die Sonneneinstrahlung, sondern auch vor scharfkantigen Gestein sowie Korallen.

Möchtest du nicht mit T-Shirt oder Neoprenanzug schnorcheln, solltest du zumindest deine Haut mit einem Schutzmittel einzucremen. Verwende hierfür am besten eine wasserfeste Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor.

 

Uhrzeit und Wetter beachten

Bevor es nun endlich mit dem Schnorcheln losgehen kann, solltest du unbedingt die richtige Uhrzeit und gutes Wetter für die Aktivität auswählen. Empfehlenswert zum Tauchen sind Tage, an denen die Sonne strahlt und nicht von Wolken bedeckt ist.

Zudem solltest du in der Mittagssonne schnorcheln gehen. Dann ist zwar die UV-Strahlung am höchsten. Allerdings sind die Lichtverhältnisse unter Wasser wesentlich schlechter als an der Luft. Um die Unterwasserwelt optimal betrachten zu können, wird entsprechend viel Sonnenlicht benötigt.

 

Richtig schnorcheln – Schritt für Schritt erkärt

Jetzt ist alles vorbereitet. Du weißt, welche Ausrüstung du benötigst, wann du schnorcheln gehen solltest und was die besten Wetterbedingungen sind. Befolge nun folgende Schritte, um mit dem Schnorcheln zu beginnen:

  1. Gehe so weit in Wasser, dass es dir etwa bis zur Brust steht. Du solltest noch mühelos stehen können.
  2. Setze deine Maske auf und stelle sicher, dass diese dicht am Gesicht abschließt. Das merkst du, wenn sich der Rand der Maske an deiner Haut festsaugt.
  3. Falls du eine klassische Taucherbrille verwendest: Befestige den Schnorchel daran. Nimm anschließend das Mundstück so zwischen deine Zähne, dass kein Wasser in den Mund läuft und das Mundstück nicht wieder herausrutscht.
  4. Atme über der Wasseroberfläche langsam sowie tief ein und aus. Gewöhne dich somit an die richtige Atemtechnik, die du auch im Wasser anwenden solltest.
  5. Gehe auf der Stelle so in die Knie, dass sich dein kopf unter Wasser befindet. Du solltest hierbei etwa im 45°-Winkel ins Wasser schauen. Gewöhne dich nun an die Atmung unter Wasser.
  6. Prüfe, ob die Schnorchelmaske bzw. Taucherbrille wasserdicht ist. Ist das nicht der Fall, musst du sie an der Luft noch einmal absetzen, das Wasser entfernen und richtig aufsetzen.
  7. Ziehe nun die Schwimmflossen an.
  8. Begib dich wieder in die Position mit dem Kopf unter Wasser und beginne dich fortzubewegen. Bewege hierzu die Beine auf und ab – ähnlich, wie du es vom Kraulen kennst.
  9. Genieße die Schönheit des Gewässers!

Hinweis: Keine Panik, wenn etwas Wasser in den Schnorchel gelangt! Tauche einfach an die Luft auf und puste das Wasser mit einem kräftigen Luftstoß aus dem Schnorchel.

 

Tipps für eine höhere Sicherheit beim Schnorcheln

Neben dem Grundlagen beim Schnorcheln gibt es einige weitere Dinge zu beachten. Diese sorgen in erster Linie für eine höhere Sicherheit im Wasser:

  • Gehe nicht alleine schnorcheln. Somit kann dir jederzeit geholfen werden, wenn plötzlich Schwindel, Bewustsslosigkeit oder ähnliches eintreten sollte.
  • Mache spätestens nach 30 Minuten im Wasser einige Minuten Pause am Land.
  • Führe tiefe, gleichmäßige Atemzüge aus, um eine Pendelatmung zu vermeiden.
  • Kehre sofort zur Wasseroberfläche zurück und setze die Maske ab sobald du ein Gefühl des Unbehagens verspührst, welches aufgrund einer zu hohen CO2-Sättigung auftreten kann (Schwindel etc.).
  • Achte auf deine Umwelt. Spitze Steine oder scharfkantige Korallen können eine große Gefahr darstellen.
  • Bewahre stets Ruhe. Hektisches und flaches atmen kann zur Pendelatmung und im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit unter Wasser führen.
  • Beachte die Regeln am jeweiligen Gewässer. An den meisten Seen und Meeren gibt es Hinweisschilder. Diese geben an, ob und wo am gewässer getaucht bzw. geschnorchelt werden darf.
  • Nutze einen geeigneten Einstieg ins Gewässer. Einen solchen gibt es an den meisten Schnorchelspots.
  • Nimm dir ausreichend Trinkwasser mit und trinke dieses in den Schnorchel-Pausen. Häufig befindet man sich beim Schnorcheln in Salzwasser, welches den Körper austrocknet.
Auch an den schönsten Seen und Meeren gibt es Regeln fürs Betreten des Gewässers. (© TeeFarm – pixabay)

 

Das richtige Verhalten unter Wasser

Meere und Seen sind empfindliche Ökosysteme. Entsprechend solltest du beim Schnorcheln sorgsam mit deiner Umwelt umgehen. Deshalb gilt: Das Anschauen der Unterwasserwelt ist kein Problem. Ebenso kannst du ohne Bedenken Fotos von der Umwelt machen. Allerdings solltest du nichts anfassen oder gar mitnehmen. Selbst kleine Steine oder verlassene Muscheln können Meerestieren als Rückzugsort dienen.

 

Fazit – Wie schnorchelt man (richtig)?

Wie bei vielen Dingen gilt auch beim Schnorcheln: Die richtige Vorbereitung ist alles. Im Test hast du entsprechend erfahren, welche Ausrüstung du benötigst, wie du das Schnorchel richtig lernen kannst und welche Tipps du für deine eigene Sicherheit beachten solltest. ich hoffe, dass ich dir damit weiterhelfen konnte.

Wenn du weitere Fragen oder Anmerkungen hast, kannst du mir diese gerne in den Kommentaren schreiben.

Schreibe einen Kommentar