ORSEN Schnorchelmaske Testbericht

Bei ORSEN handelt es sich um ein Unternehmen aus Großbritannien, welches diverse Bade- und Tauchutensilien herstellt sowie vertreibt. Laut eigenen Aussagen produziert ORSEN “nur die besten Schnorchelmasken”. Inwiefern das stimmt, möchte ich im folgenden Testbericht herausfinden. Dazu habe ich die Erwachsenen-Schnorchelmaske der Marke genau untersucht.

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Lieferumfang

Typisch für Vollgesichtsmasken wird auch das Modell von ORSEN in einem Netzbeutel geliefert. Damit lässt sich die Maske praktisch von A nach B bewegen.

Im Beutel waren neben der Schnorchelmaske eine Bedienungsanleitung ein kleiner Beutel mit Zubehörteilen enthalten. Darunter hat sich unter anderem eine Halterung für Action-Cams befunden.

 

Größe und Passform

Die ORSEN Schnorchelmaske ist nicht nur in 7 Farbvarianten, sondern auch 3 verschiedenen Größen erhältlich. Letztere werden in XS, S/M und L/XL unterteilt. Für wen welche Größe geeignet ist, wird folgendermaßen beschrieben:

  • XS: Kinder unter 10 Jahren
  • S/M: Frauen und Jugendliche
  • L/XL: Männer

Da ich selbst ein Mann bin, habe ich die L/XL gekauft. Diese hat mir sehr gut auf das Gesicht gepasst. Die Größenangaben kann ich entsprechend bestätigen. Allerdings ist zu beachten, dass Männer mit kleineren Gesicht lieber eine kleinere Größe nehmen sollten und Frauen mit einem längeren Gesicht eher die größere Variante.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort hat mir bei der Vollgesichtsmaske sehr zugesagt. Die Auflagefläche am Gesicht hat zu keiner Zeit unangenehm angefühlt, da diese vergleichsweise breit ist und aus einem angenehmen Gummi-Material besteht.

Weiterhin lässt sich der Druck auf das Gesicht sehr gut variieren. Hierzu muss man lediglich die Länge der Bänder auf der Rückseite anpassen.

Einen Mechanismus zum Öffnen oder Schließen der Bänder gibt es jedoch nicht. Das ist hier allerdings auch nicht unbedingt notwendig, da sich die Maske dennoch sehr gut aufsetzen lässt.

 

Sichtfeld

Der Hersteller wirbt mit einem 180°-Sichtfeld bei der Vollgesichtsmaske. Das ist typisch für Schnorchelmasken dieser Art. In meinem Test konnte ich zwischen dem Sichtfeld dieses Modells und dem Sichtfeld anderer Masken keinen wirklichen Unterschied erkennen. Dies ist allerdings nicht negativ, da ich während des Tests unter Wasser stets alles sehr gut erkennen konnte.

Weiterhin gibt ORSEN in der Produktbeschriebung an, dass die Sichtscheibe zu 100% nicht beschlägt. Auch das kann ich aus meinem Praxistest nur bestätigen. Grund hierfür ist das Atemsystem. Bei dem komt nur Firschluft und keine feuchte, verbrauchte Luft am Sichtfeld vorbei. Entsprechend kann die Scheibe auch nicht beschlagen. Wie das funktioniert, erkläre ich im folgenden Abschnitt:

 

Schnorchel- und Atemsystem

Bei der Bewertung des Schnorchels sowie des Atemsystems möchte ich mit dem Schorchel beginnen. Bei diesem handelt es sich um einen Trockenschnorchel. Dieser ist im Inneren in zwei Kanäle unterteilt. Im oberen Ende wiederum befindet sich ein Schwimmkörper. Gerät der Schnorchel unter Wasser, steigt der Schwimmkörper, sodass der Schnorchel verschlossen wird und kein Wasser hineingelangt. Das funktioniert nicht nur theoretisch, sondern hat auch in meinem Test sehr gut funktioniert.

Verbunden ist der Schnorchel über einen Klapp-Mechanismus mit der Schnorchelmaske. Dieser wird verschlossen, damit der Schnorchel dicht ist. Auch das hat bestens geklappt.

Beim Atemsystem wird auf ein Zwei-Wege- bzw. Zwei-Kammern-System gesetzt. Dieses soll verhindern, dass sich Frischluft mit ausgeatmeter Luft vermischen und der Kohlendioxid-Gehalt in der Maske zu stark ansteigt. Letzteres kann dazu führen, dass beim Schnorcheln mit falscher Atmung Schwindel sowie Orientierungs- oder gar Bewusstlosigkeit auftreten können.

Die frische Luft wird hierbei direkt am Sichtfeld entlang zum Mund gezogen. Ventil sorgen hierbei dafür, dass diesen Weg nur Firschluft geht und nicht die verbrauchte Luft (siehe vorheriges Bild). Auf diese Weise wird das bereits zuvor angesprochene Beschlagen der Scheibe verhindert.

Die verbrauchte Luft wiederum wird aus einem Ventil am Mund ausgelassen. Das ist im folgenden Bild zu sehen:

Darüber hinaus wird die restliche ausgeatmete Luft seitlich am Rand in separaten Kanälen zum Schnorchel geleitet und verlässt über diesen die Maske.

Hier gibt es allerdings von mir aus einen Punkt zu kritisieren: Zwar wird die Luft in der Maske getrennt. Im Schnorchel jedoch können sich Frischluft und ausgeatmete Luft vermischen. Entsprechend wird der Totraum unnötig vergrößert. Hier sollte der Hersteller meiner Meinung nach ernsthaft darüber nachdenken, getrennte Luftkanäle in den Schnorchel zu integrieren.

 

Qualität

Die Qualität der maske wiederum kann auf ganzer Linie überzeugen. Das Material wirkt sehr stabil und macht einen entsprechend wertigen Eindruck. Der Geruch ist auch nicht künstlich oder zu streng. Stattdessen erinnert er an den typischen Geruch von Schwimmutensilien aus Gummi. Ebenso konnte ich keinerlei Mängel bei der Verarbeitung oder scharfe Kanten etc. feststellen.

 

Sonstige Funktionen

Ein weitere Vorzug der ORSEN Schnorchelmaske ist die Halterung für Action-Cams. An dieser lässt sich beispielsweise eine GoPro befestigen, um die Unterwasserwelt auf Video festzuhalten.

Anders als bei vielen anderen Masken wird die Halterung nicht nur über den Schnorchel geschoben, sondern per Click-Mechanismus befestigt. Auf diese Weise sitzt sie sehr sicher und kann normalerweise nicht einfach abfallen.

 

Preis-Leistung

Ich habe die ORSEN Schnorchelmaske für 39,99€ erworben. Der aktuelle Preis zum Zeitpunkt des Tests lag bei 50€. Damit befindet sich die Maske auf jeden Fall im gehobenen Preissegment. Aufgrund der kleinen Kritik, die ich beim Atemsystem äußern musste, bewerte ich das Preis-Leistungs-Verhältnis ingesamt als “Gut”.

 

Fazit – ORSEN Schnorchelmaske

Die ORSEN Schnorchelmaske ist eine gute Schnorchelmaske zum einem jedoch recht hohen Preis. Für diesen wurde in meinen Augen das Atemsystem nicht ganz zuende gedacht. Nichtsdestotrotz kann die Vollgesichtsmaske mit einer hohen Qualität, einer komfortablen Passform, einem guten Tragegefühl und einer besonder fest sitzenden Kamera-Halterung punkten.

Für das Geld würde ich mir persönlich allerdings lieber eine Khroom Seaview X oder die günstigere Easybreath Subea kaufen.

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